Schau mal, wer da sticht…

Anders als in tropischen Meeren gibt es im Mittelmeer nur wenige gefährliche Meerestiere. Die meisten von ihnen sind eher lästig, als wirklich gefährlich. Nur wenige können ernsthaft verletzen. Die häufigsten dieser Meeresbewohner im Überblick.

Brennend schön: Leuchtquallen
(brennend-)schön: eine Leuchtqualle im offenen Meer

Was die Häufigkeit angeht, steht die Leuchtqualle als gefährliches Tier im Mittelmeer an erster Stelle: Bei Hautkontakt treten sofort starke Schmerzen auf, denen Blasenbildung, Fieber und Kreislaufbeschwerden folgen können. Da ihre bis zu 10m langen Tentakel wegen ihrer Feinheit und Transparenz schwer zu sehen sind, kommt es immer wieder zu Verletzungen bei Badenden.

Immer schlecht drauf: Petermännchen
Böser Blick, meist böse gelaunt: Das Petermännchen

Petermännchen können einem den Meeraufenthalt gehörig versalzen: Der in sandigen Meeresböden lebende Fisch benimmt sich genauso, wie er ausschaut: Ohne das er gereizt wird, greift er nicht selten spontan an. Seine Rückenstacheln sind mit einem sehr schmerzhaften Gift ausgestattet.

Kräftig zubeißen: Muränen
Aggressiv nur bei Gefahr: Die Muräne.

Muränen, die bereits im antiken römischen Reich in künstlichen Becken gehalten wurden (angeblich auch, um darin in Ungnade gefallene Sklaven auffressen zu lassen), haben ein unglaublich starkes Gebisse. Das setzen sie gegen Menschen nur dann ein, wenn sie sich bedroht fühlen oder verletzt werden. Füttern sollte man sie besser nicht – die Hand, die dass Futter bereithält, kann sonst versehentlich „probiert“ werden.

Schmerzhafte Stacheln: Seeigel
Für viele Urlauber unangenehmer als ein Hau: Schwarzer Seeigel

Mancher Mittelmeer-Urlauber wird Seeigel, vor allem den Schwarzen Seeigel, noch in schmerzlicher Erinnerung haben. Der friedliche Algenfresser kann man beim Baden im flachen Wasser leicht übersehen werden. Wer versehentlich auf einen Seeigel tritt erleidet heftige Schmerzen. Die Stacheln lassen sich nur schwer entfernen. Außerdem können sich die Einstichstellen leicht entzünden und infizieren. Den sichersten Schutz bieten Badeschuhe.

Nicht am Schwanz packen: Stachelrochen
Sehr selten anzutreffen: Der Stachelrochen

Stachelrochen sind gegenüber Menschen friedliche Fische. Sie leben überwiegend auf Sandflächen. Dort suchen sie im Sand nach Beute. Stachelrochen ernähren sich von kleinen Meerestieren wie Krebsen, Fischen, Schnecken, Muscheln und Würmern. Auf ihrem Schwanz haben sie allerdings einen gezackten Dorn, den sie als tödliche Waffe einsetzen können. Aber nur dann, wenn man sie massiv reizt oder gar verletzt.

Klein aber haarig: Feuerwurm
Winzige Härchen, die stark brennen können

Wenig sympathisch wirkt auch der Feuerwurm. Er wird bis zu 30cm lang und lebt räuberisch oder ernährt sich von Aas. Sein ganzer Körper ist mit haarfeinen, dennoch harten und mit Widerhaken versehenen Borsten versehen. Wie Glaswollfänden können sie bei Berührung in die Haut eindringen und brechen dann ab. Das führt zu starken Schmerzen, Hautrötungen und -Schwellungen.